Ich bin Ute Mrozinski, Anfang 50, von erlerntem Beruf Altenpflegerin,

 

aber mit Leib und Seele Autorin. Ich bin in allen Literaturbereichen zu Hause, habe mich aber in letzter Zeit auf Science-Fiction spezialisiert.

Zudem versuche ich von meinen Geschichten einige Auszüge als Bilder zu malen und zeichnen.

Die Ergebnisse präsentiere ich euch hier!

Ich hoffe ihr habt viel Spass beim stöbern!

Ute an der Staffelei
Ute an der Staffelei

Elektrische Entladungen, zucken durch die Dunkelheit.

Plötzlich ein Aufriss im Himmel,

gezackt,

mit Elmsfeuern besetzt, lautlos!

Doch es ist keine Bedrohung.

Es ist etwas Anderes.

Etwas sehr Altes.

Etwas das schon immer da gewesen war.

Samtige Schwärze,

glitzernde Sterne,

unendliche Kälte.

Gewaltige Energien, uraltes Wissen.

Unglaubliche Kräfte, Verheißung und Hölle.

Will er entkommen, muss er dort hin.

Es ist ein Aufriss der Zeit – und es ist seine Chance.

Er rennt los.

Zum letzten Mal!

U. M. Dez.2016

 

Der lichtschnelle Radler!

Das Bild zur Kurzgeschichte!

 

Zur Geschichte…

 

Diese Geschichte ist keine der üblichen Weihnachtsgeschichten, auch wenn sie am 18.12.2016 fertig geworden ist. Sie hat schon gar nichts mit Esoterik zu tun. Sie hat mit dem Menschen, mit der Wissenschaft mit dem Leben zu tun.

 

 

 

Der lichtschnelle Radler…

 

Ein früher Sonntagmorgen Ende Januar, sechs Uhr. Das ist seine Zeit. Kaum ein Mensch, unterwegs. Die Fahrbahn gehört ihm.

 

Die Ruhe verleitet ihn dazu, schneller zu fahren, immer schneller. Er erreicht das Ende der Straße, plötzlich zwei Scheinwerfer von rechts, aus dem Feldweg, biegen ab, werden immer größer, kommen auf ihn zu wie ein rasendes Doppelsternsystem. Das Heulen eines Motors dröhnt in seinen Ohren, eine spiegelnde Scheibe, dahinter der Schatten einer Gestalt. Ein Knall, unendlich laut. Der Urknall? Ein Schmerz, als ob jemand ein Messer durch seinen Körper treiben würde  – nichts mehr! Eine Reise durch leeren Raum, in dem nichts mehr existiert!

 

Schreiend, mit aufgerissenen Augen, schießt er aus den Kissen nach oben, in eine sitzende Stellung.

 

Schweiß durchnässt seine Unterwäsche, Atmung rast!

 

Er schließt die Augen. Ruhig, du musst dich beruhigen. Es war ein Traum. Ein  Albtraum! Du musst dagegen angehen!

 

Hastig wirft er die Bettdecke zur Seite, springt aus dem Bett, über den Flur in die Dusche. Das heiße Wasser spült die Gedanken frei. Zurück in das Schlafzimmer. Er reißt den Spiegelschrank auf, nimmt die Fahrradkleidung aus dem Schrank, schlüpft hinein, leuchtend gelbes T-Shirt mit weißen Blendstreifen an den Seitennähten, schwarze Radlerhose.

 

Hastig schlüpft er hinein, zieht die Thermojacke über, rennt in den schmalen Flur und steigt in die Sportschuhe. Auf dem Weg zur Tür erhascht er einen kurzen Blick auf sein Spiegelbild. Ein Meter Achtzig groß, schlank, asketisches Gesicht, kurz geschorene schwarze Haare, dunkle Augen, noch immer von Panik geweitet. Zitternd trotz der warmen Jacke, steht er vor dem Garagentor, den Schlüssel in der Hand, verfehlt er mehrmals das Schlüsselloch.

 

»Verdammt«, murmelt er, »du bist Professor Lars Feldmann, seit zwanzig Jahren Professor der Physik und lehrst an der rennomiertesten Universität der Stadt. Reiß dich gefälligst zusammen.«

 

Endlich schafft er es, dreht den Schlüssel, schiebt das Tor mit einem kräftigen Ruck, scheppernd nach oben. Flackernd beginnt künstliches Licht die kleine, quadratische Garage zu beleuchten.

 

Links steht ein kleiner, silbergrauer Mittelklasse Wagen, rechts das gelbgrüne Rennrad, mit dem schwarzen Lenker, dem schmalen Sattel.

 

Kurz stocken seine Schritte, verharrt er bewegungslos. Nach endlosen Sekunden kommt wieder Leben in ihn.

 

Er macht einen Schritt auf das Rad zu, packt es, schiebt es hinaus.

 

Auf dem betonierten Garagenvorplatz, bleibt er stehen, atmet tief ein.

 

Kühl ist die Luft die ihm entgegenschlägt.

 

Atem verlässt die Nase wie weiße Rauchwölkchen. Als wenn er die erste Zigarette des Tages genießen würde.

 

Er lacht leise in sich hinein. Ausgerechnet er, der in den Augen seiner rauchenden Kollegen, ein militanter Nichtraucher ist. Seine Studenten verdrehen genervt die Augen, wenn er sie auch im Winter rigoros vor die Türe schickt, wenn sie sich in der kurzen Pause ein Zigarettchen unten im Vorflur der Universität gönnen.

 

Er wirft einen Blick nach rechts und nimmt die glitzernden, gefrorenen Tautropfen auf dem kurz geschorenen Rasen des Vorgartens wahr.

 

Dann prüfen seine Augen das graue Band der Straße, am Ende der Garagenauffahrt.

 

Die Straße ist verlassen. Es ist ein Sonntagmorgen Ende Januar. Dem Winter entflohen, dem Frühling noch fern. Nichts regt sich.

 

Ein seltsam eintöniges Piepsen – das Zwitschern der Vögel.

 

Er sieht den zaghaften hellen Schimmer entlang der Horizontlinie, aufsteigend am Rande der Siedlung.

 

Lars Feldmann ist froh über die brennende Kälte in seinem Gesicht. Denn es zeigt ihm, dass alles nur ein Traum war. Vorsichtshalber kneift er sich noch einmal in den linken Arm und spürt erleichtert den brennenden Schmerz. Dies hier ist also die Wirklichkeit. Ist sie das?

 

Verwundert bemerkt er plötzlich, dass er mitten auf der Straße steht. Links und rechts von ihm, die schmucken, alten Bauernhäusern nachempfundenen Fachwerkhäuser, eine schier endlos lange Reihe.

 

Ein neu aufgestelltes, künstliches Bauerndorf. Wohngegend für solche die es sich leisten können. Aber nicht das ist es was ihn verwirrt.

 

Lars starrt auf das graue Straßenband, das sich irgendwann in einem weißlich-grauen Nebel zu verlieren scheint, der die Sonne verschluckt.

 

Ist das noch seine kleine Nebenstraße? Ist die Straße jemals so lang gewesen?

 

Doch während diese Gedanken durch sein Hirn ziehen, findet er sich schon auf dem Sattel des Rennrads sitzend vor, keuchend in die Pedalen tretend.

 

Mit zunehmender Geschwindigkeit scheint sich seine Umgebung zu ändern, auf eine seltsame Art und Weise.

 

Die quadratischen, spitzgiebeligen Häuser wachsen scheinbar in die Höhe, wirken leicht verbogen. So als hätte sie jemand um Platz zu schaffen, zusammengeschoben! Was für ein Blödsinn. Ist er besoffen, wird er gerade verrückt? An irgendetwas erinnert ihn diese Bild.

 

˝Längenkontrahiert?˝

 

Seine Oberschenkel beginnen zu brennen, seine Knie schmerzen wie Feuer. Schwer atmend, hechelnd zieht er die Luft ein. Er spürt wie etwas – die Geschwindigkeit? – an seinen Kleidern, seinen Gliedmaßen, seinem Haar, seinen Sehnen, Muskeln, Molekülen zerrt. Angst steigt in ihm hoch, doch er kann nicht aufhören!

 

Lars wirft einen kurzen Blick auf die Straße, und stößt einen lautlosen Schrei aus. Der Asphalt, der Bürgersteig, die Häuser – alles beginnt sich zu biegen. Ist das ein Traum? Ein seltsamer, skurriler Traum? Aber er war doch wach! Der Kneif-Test! Er erinnert sich an den Schmerz, aber…

 

Es muss ein Traum sein! Denn jetzt wird es geradezu verrückt – wahnsinnig! Das was er hinter sich lässt, Straße, Häuser, Himmel, bildet ein einziges, kreisrundes Gewölbe, im infraroten Licht. Eine dunkelrot glühende, fast schwarze Röhre.

 

Frontal vor seinen Augen, immer größer werdend, strahlt der weiße Nebel in einem intensiven Licht, das in den Augen schmerzt.

 

Und plötzlich versteht er. Dies hier ist die Radtour seines Lebens. Das ist seine Chance auf Erkenntnis!

 

Ich bin der Relativ- der Lichtschnelle Radler. Euphorie überschwemmt ihn. Wenn er weiter auf dieses grelle Licht zufährt, es durchstößt, wird er schneller sein als das Licht.

 

Dr. Prof. Lars Feldmann, berühmter als Einstein und Stephen Hawkings.

 

Das Licht füllt bald sein ganzes Gesichtsfeld aus, seine Flammen züngeln durch die dunkle Weltenröhre!

 

Durch den grellen Lichtnebel beginnt die Schwärze des Universums zu schimmern. Er sieht die Abdrücke von Sternen, Galaxien, heißen Nebeln!

 

Nur noch ein Tritt in die Pedale, nur noch einmal die Geschwindigkeit erhöhen und dann…

 

Ein kreischender, enervierender Ton dröhnt in seinen Ohren!

 

Ein alarmierendes Piepsen in höchster Frequenz. Stimmen, hoch konzentriert, aufrüttelnd, warnend, bestürzt.

 

Ein Satz, ein seltsam verstörender Satz. »Die Herzfrequenz sinkt! Wir verlieren ihn!«

 

Verwirrt reißt er Mund und Augen auf, tritt vor Schreck voll auf die Bremse. Alles erstarrt für einen scheinbar endlosen Moment. Die Weltenröhre hinter ihm in ihren seltsamen düsteren Farben, das grelle Licht vor ihm. Das durchschimmernde Weltall scheint sich zurückzuziehen, ist kaum noch wahrzunehmen. Als ob jemand einen Film angehalten hätte, und sich nicht entscheiden kann, ob er weiterlaufen soll.

 

Springt er jetzt nicht vom Rad, wird er fallen, und niemandem wird die Erkenntnis nützen.

 

Springt er vom Rad, wird er die Erkenntnis verlieren und den mühsamen, steinigen Weg der Forschung weitergehen müssen.

 

Das Bild der seltsamen Röhre beginnt vor seinen Augen zu flimmern, zu verschwimmen, auseinander zu fließen. In seinem Kopf dreht sich alles. Ihm wird schlecht. Sein Herz geht wie ein Dampfhammer. Stimmen dringen wieder an seine Ohren.

 

»Ich hab ihn! Ich hab ihn wieder! Er kommt zu sich.«

 

Das Bild vor seinen Augen zerplatzt. Grelles Licht überflutet seine Sinne. Um ihn herum huschen die Umrisse von mehreren Gestalten. Ein gleichmäßiges Piepsen foltert seine Ohren. Seine Unterarme brennen wie Feuer. Sein Körper ist ein einziger Schmerz.

 

Stöhnend reißt er die Augen auf.

 

»Herr Feldmann!«, eine Frauenstimme direkt neben seinem Ohr. Schlanke Frauengestalt in weißem Kittel, die dunklen Haare zurückgebunden, warme, braune Augen, konzentrierter Blick.

 

»Herr Feldmann, ich bin Dr. Lessing, können sie mich hören? Sind sie tatsächlich wach?«

 

»Ich bin der lichtschnelle Radler«, murmelt er.

 

»Sie wären es fast gewesen!«

 

Die Stimme der Ärztin schwankt zwischen Erschöpfung, Verwunderung und Hochstimmung. »Sie hatten einen Fahrradunfall Professor Feldmann. Sie sind nach zwölf Monaten aus dem Koma aufgewacht!«

 

 

 

Copyright by Ute Mrozinski, Dez. 2016

 

Quellenangabe: Rüdiger Vaas, ˝Jenseits von Einsteins Universum˝, S. 47 ˝Rasante Sehenswürdigkeiten.˝

 

Dort wird im Rahmen einer Ausstellung in einer interaktiven Computersimulation beschrieben u. visualisiert, wie eine lichtschnelle Fahrradtour durch Tübingen aussehen würde.

 

Ute Mrozinski.

 

 

 

Die Wächterin des Himmels! Copyright by Ute Mrozinski 2012
Die Wächterin des Himmels! Copyright by Ute Mrozinski 2012

 

Dies ist ein Ausschnitt aus dem Bild "Die Wächterin des Himmels!"

Das negative Supermutant Nocturno aktiviert seine zerstörerischen Kräfte, siehe auch "Der lange Weg der Sternenspürer" auf Utes Romane


Ute Mrozinski liest aus ihrem Roman: Der lange Weg der Sternenspürer. September 2014

Albert und Ute am 25 September 2014 Sonnenuntergag in Baumberg am Rhein



Das erste Video zeigt einen kleinen Teil meiner Lesung auf dem Sommerfest des WAV 2014 (Westdeutscher Autorenverband), in den Räumen der Bibliothek Monheim am Rhein, unter der Schirmherrschaft von Pro Literatur Förderverein der Bibliothek.

Ich lese aus meinem Kurzgeschichtenband "Die Wächterin jenseits der Sterne" vor, und zwar die Kurzgeschichte "Getriebeschaden!" Eine Außerirdische humanoide Rasse muss in grauer Vorzeit auf dem Planeten Erde notlanden. Während sie ihr Schiff reparieren erkunden sie vorsichtig die Umgebung. Doch nicht vorsichtig genug. Sie wecken etwas, was besser weiter geschlafen hätte!


Dies ist ein Ausschnitt aus der Erzählung "Galileos Flucht", vorgetragen 2013 auf dem Sommerfest des WAV (Wesdeutscher Autorenverband), in Düsseldorf-Bilk!

Galileos Flucht ursprünglich eine Geschichte nach dem Motto - was-wäre-wenn - Galileo vor seinen Häschern geflohen wäre? Daraus entwickelte sich eine Geschichte mit einer Atmosphäre aus dramatischer, düsterer Phantastik!

Galileos Flucht ist zum Beispiel auch der Prolog meines Science-Fiction Romans "Raumzeitlegende."

Ein Prolog, der von der fernen Vergangenheit in die ferne Zukunft führt, in der Galileo durchaus eine Hauptrolle spielt, auch wenn es zuerst nicht so aussieht. Eine Inhaltsangabe des Romans gibt es auf dem Link Utes Romane

 


Neu entstandene Naturschutzgebiet.Altrheinarm Monheim-Baumberg über Düsseldorf-Hellerhof-Garath-Urdenbach.

 Im August und September 2014 machte ich viele Bilder und einige kleine Videos.

Einige habe ich zu einem kleinen Film zusammengefügt.

Albert Mrozinski


Rheinauen Monheim

Bilder + Kleine Videos von Natur und Tieren u.a. Greifvögel, Reiher, Kormorane, Pferde.

In den Jahren 2012 - 2014 gemacht

Albert Mrozinski

Kleine Videos von Sonnenuntergängen und vom Mond.

Und Bilder von Sonne, Mond Sterne sowie Planeten.

Zusammengefügt zu diesem Video

Albert Mrozinski